Die Abkürzung DAX steht für Deutscher Aktien Index. Er stellt den wichtigsten deutschen Aktienindex dar, in dem die 30 wichtigsten und umsatzstärksten deutschen Unternehmen gelistet sind. DAX ist ein Produkt und eine eingetragene Marke der Deutschen Börse AG. Üblicherweise wird unter der Bezeichnung DAX der Performanceindex verstanden, es gibt den DAX jedoch auch als Kursindex. Beim Performanceindex werden die Dividenden wieder in die Kurse reinvestiert und damit für den Kurs berücksichtigt, beim Kursindex bleiben sie unberücksichtigt. Der DAX wurde ursprünglich in Zusammenarbeit der Deutschen Wertpapierbörsen, der Frankfurter Wertpapierbörse sowie der Börsen-Zeitung entwickelt und 1988 eingeführt. Seitdem setzt er den seit 1959 bestehenden Index der Börsen-Zeitung fort. Der DAX war ursprünglich nicht als Konkurrenz, sondern als Ergänzung für die bestehenden deutschen Aktienindizes gedacht. Er gelangte jedoch schnell zu größerer Beachtung und gilt bereits seit einiger Zeit national und international als Leitindex für den deutschen Aktienmarkt.

Bei der Kursberechnung werden die im DAX notierten Unternehmen unterschiedlich berücksichtigt, grundsätzlich erfolgt die Berechnung auf der Grundlage der Indexformel von Étienne Laspeyres. Dabei werden jeweils nur die Aktien berücksichtigt, die sich im Streubesitz befinden, also diejenigen, die nicht im Besitz eines Aktionärs sind, der mehr als 5% der Anteile hält. Der DAX basiert auf den Kursen, die das elektronische Handelssystem XETRA herausgibt. Seine Berechnung erfolgt, sobald die Kurse für alle DAX-notierten Unternehmen vorliegen, was in der Regel um 09:00 Mitteleuropäischer Zeit der Fall ist. Liegen um 09:03 noch nicht alle Kurse vor, beginnt trotzdem die DAX-Berechnung. Für die fehlenden Unternehmen werden dann jeweils vorerst die Schlusskurse vom Vortag herangezogen. Die DAX-Berechnung endet mit der Herausgabe der XETRA-Schlussauktion um 17:30. Bis Ende 2005 wurde der DAX im Verlauf dieses Zeitraums alle 15 Sekunden berechnet, seit 2006 erfolgt die Neuberechnung jede Sekunde.

Um in den DAX aufgenommen zu werden, muss ein Unternehmen im Prime Standard gelistet sein sowie im XETRA gehandelt werden und zumindest einen Streubesitz (s.o.) von 10% haben. Darüber hinaus muss das Unternehmen seinen Sitz in Deutschland haben oder zumindest den Schwerpunkt seines Handels dort betreiben. Aktuell im DAX gelistet sind unter anderem große Automobilunternehmen wie VW, Daimler oder BMW, große Banken wie Commerzbank oder Deutsche Bank sowie Energieunternehmen wie E.ON, Pharmaunternehmen wie BASF oder Bayer, Telekommunikationsunternehmen wie die Deutsche Telekom und Versicherungen wie die Allianz.