Unter der Bezeichnung Liquidität versteht man die Zahlungsfähigkeit eines Unternehmens. Ist es ausreichend liquide, ist es auch jederzeit in der Lage, sämtlichen Verbindlichkeiten zu folgen, das heißt, zum Beispiel Rechnungen zu bezahlen. Der Begriff Liquidität wird in der Regel verwendet, wenn es beim Begleichen der Verbindlichkeiten zu einem Austausch von Geld kommt. Werden Waren nur getauscht, wird er weniger häufig verwendet. Die Liquidität muss von Unternehmen sorgfältig geplant und auch überwacht werden. Sonst kann es schnell dazu kommen, dass es nicht mehr zahlungsfähig ist. Es ist somit illiquide. Auch wenn die momentane Situation in Bezug auf die verfügbaren Finanzmittel eines Unternehmens gut aussieht, kann es manchmal plötzlich dazu kommen, dass es nicht mehr zahlungsfähig ist. Begleichen zum Beispiel einige Kunden ihre Verbindlichkeiten nicht rechtzeitig oder springt ein Großkunde, mit dessen regelmäßigem Geldeingang gerechnet wurde, auf einmal ab, so kann das Unternehmen seinen Gläubigern gegenüber rasch in Zahlungsschwierigkeiten kommen. Um die Liquidität zu überwachen, muss eine regelmäßige Liquiditätsplanung erfolgen. Diese sollte mindestens drei Monate umfassen - damit deckt sie allerdings nur die kurzfristigen Liquiditätsziele ab (Bonität prüfen bei Hoppenstedt-Creditcheck oder bei Bonitätsprüfung online). In der Planung selbst werden Ausgaben und Einnahmen gegenüber gestellt. Das setzt eine genaue Kenntnis der laufenden Kosten voraus. Zieht das Unternehmen nun Bilanz und errechnet die Differenz zwischen Einnahmen und Ausgaben, so erhält es entweder einen monatlichen Überschuss oder einen Fehlbetrag, der auf die eine oder die andere Art und Weise wieder ausgeglichen werden muss (z.B. über eine Kreditanfrage bei einer Bank). Auch Fremdkapital, das kurzfristig erhältlich ist, wird dazu verwendet, die Liquidität eines Unternehmens zu erhöhen.
Im Bereich der Kapitalanlagen wird die Bezeichnung Liquidität ebenfalls verwendet. Hier bezeichnet sie die Verfügbarkeit der Geldanlagen. Das heißt, die Liquidität ist kurzfristig, wenn das angelegte Geld dem Kunden der Bank möglichst rasch wieder zur Verfügung gestellt werden kann. Umgekehrt ist die Anlage wenig liquide, wenn der Anleger längere Zeit auf die Auszahlung seiner Finanzmittel warten muss.