Nicht zuletzt die Krise einiger europäischer Staaten haben die Bauzinsen derartig beeinflusst, dass eine Baufinanzierung derzeit zu selten günstigen Konditionen durchführbar ist. Mieter, die sich bereits seit längerem mit dem Gedanken an einen Umzug in die eigenen vier Wände auseinandersetzen, sollten diesen Zeitpunkt nicht untätig verstreichen lassen. Dennoch sollte ein günstiger Baukredit, nicht allein ausschlaggebend für die Investition ins Eigenheim sein. So sollten die eigenen finanziellen Mittel vorerst geprüft werden, um feststellen zu können, wie hoch die monatliche Rate sein darf, um eine sorgenfreie Abzahlung des Hypothekendarlehens überhaupt meistern zu können. Ist bereits ein gewisser Eigenkapitalanteil vorhanden, wird dies auch die kreditgebende Bank zu würdigen wissen und dem Kreditnehmer günstigere Konditionen gewähren als beispielsweise bei einer Vollfinanzierung.
Zukünftige Eigenheimbesitzer, die neu bauen, sollten vor der Wahl eines Baukredits ermitteln, wie hoch die Baukosten am Ende sein werden. Da der Bauherr nicht sofort die gesamte Summe benötigt, kann er mit seiner Bank einen stufenweisen Abruf der Geldbeträge vereinbaren. Dabei sollte er sich jedoch darüber im Klaren sein, dass dies sogenannte Bereitstellungszinsen zur Folge hat. Die Bank richtet eigens für diesen Zweck ein Konto ein, welches neben den Kontoführungsgebühren und den Bereitstellungszinsen auch noch Zuschläge für die einzelnen abgerufenen Zahlungen erhebt. Diese zusätzlichen Kosten sollte der Bauherr zuvor im Einzelnen mit dem Kreditgeber klären.
Immobilienfinanzierer, die ein Eigenheim kaufen, also in eine Bestandsimmobilie investieren wollen, müssen dabei auf ganz andere Dinge achten. Hier wird seit einigen Jahren das Thema Energieeffizienz groß geschrieben. Nach der Energieeinsparverordnung aus dem Jahr 2009 müssen Hauseigentümer beispielsweise ihre alten Heizungen austauschen, um eine bessere Wärmebilanz zu erzielen. Viele Besitzer sind sich aber gar nicht darüber im Klaren, dass dieser Austausch eine Pflicht ist und haben dies dementsprechend noch nicht durchgeführt. Als potentieller Käufer haben Immobilienfinanzierer ein Anrecht darauf, sich den entsprechenden Energiepass des Objektes zeigen zu lassen. Dieser basiert zum einen auf rechnerischen Kennwerten, wie Baujahr, Gebäude- und Heizungsdaten oder auf der Grundlage des Energieverbrauchs. Weißt ein Gebäude also einen eher schlechten energetischen Zustand auf, kommen zum Kaufpreis oft auch noch Modernisierungskosten hinzu.