Der Begriff Zinsen stammt von dem lateinischen Wort "census" und bedeutet grob übersetzt "Abgabe". Zinsen stellen eine Entgeltzahlung des Schuldners an den Gläubiger für die Überlassung eines Kredites dar. Wir unterscheiden Schuldzinsen und Guthabenzinsen.
Die Höhe der Zinsen kann sehr unterschiedlich sein, denn sie richtet sich nach Angebot und Nachfrage und wird vertraglich festgesetzt, zum Beispiel in einem Darlehensvertrag, oder bei der Miete in einem Mietvertrag.
Wenn wir von Zinsen sprechen, meinen wir meist damit die Zinsen in Form von Geld für eine Geldanleihe, obwohl auch die Miete oder die Pacht ein Zins ist, den man dem Vermieter oder Verpächter für die Verleihung von Wohnraum, Fahrzeugen, Garagen oder zur Überlassung eines Grundstücks zur Bewirtschaftung bezahlt.
Leiht man sich bei einem Kreditinstitut für einen gewissen Zeitraum Geld aus, muss man darauf Kreditzinsen zu einem vorher vereinbarten Prozentsatz pro Intervall - dem Zinssatz bezahlen. Dieser Intervall ist üblicher Weise ein Jahresintervall, was man an dem Zusatz p.a. (per anno) erkennt. Die tatsächliche Höhe der fälligen Zinszahlungen nennt man den effektiven Jahreszins, den man bei einer Kreditaufnahme als maßgebende Größe im Auge behalten sollte.
Recht teuer sind Überziehungszinsen auf ein Girokonto, oft lohnt sich hier eine Umschuldung auf Kredite. Hohe Zinsen bei gleichzeitig niedrigen Kosten kann man bei einem guten Girokonto erwarten. Angebote für ein kostenloses Girokonto findet man am besten über einen Vergleich.
Es gibt neben den Kreditzinsen, die man auf allgemeine Kredite zahlt wenn man einen Kredit eröffnen will, auch Hypothekenzinsen. Hiervon sind Bauherren, Haus- oder Wohnungskäufer betroffen, die eine Hypothek auf ihre Immobilie oder ihr Grundstück für die Baufinanzierung aufnehmen. Klamme Besitzer können mit einem Wohngeldrechner anspruch vom Staat auf Wohngeld berechnen.
Daneben gibt es auch noch so genannte Vorschusszinsen. Hier unterscheidet man das Disagio, bei dem der Zins gleich am Anfang einbehalten wird und somit Kreditkosten spart, und Zinsen für die "Sicherheit", die auf die gesamte Laufzeit abgerechnet werden.
Zinsen, die auf eine Schuld aufgeschlagen werden und sie erhöhen nennt man Zinseszinsen. Von sittenwidrigen Wucherzinsen spricht man, wenn die vereinbarten Kreditzinsen die marktüblichen Zinsen weit übersteigen. Daher sollte man stets einen Kredit Vergleich zur Rate ziehen, bevor man sich für einen Kreditanbieter entscheidet.
Verleiht man sein Geld, oder legt es bei einer Bank an, bekommt man darauf als Entschädigung Zinsen vom Schuldner, die gleichzeitig auch die ständige Inflation und Wertabnahme des Geldes mit abfangen sollen, so dass man durch seine Leihgabe am Ende keinen Verlust hat.
Bausparzinsen schaffen einen Anreiz zum Sparen auf Baugeld, was von Bausparkassen zinsgünstig nach Zuteilungsreife des Bausparvertrages zum Hausbau verliehen wird.
Früher tendierte man oft zu Sparbüchern, die heute etwas aus der Mode gekommen sind, weil die Zinsen im Verhältnis gering ausfallen.
Verhältnismäßig hohe Zinsen bekommt man auf moderne Geldanlageformen wie Aktienanleihen. Auch Festgelder und Tagesgelder bieten sichere, hohe Tagesgeld Zinsen für einen gewissen Zeitraum.
Beim Tagesgeld kann man täglich über sein Geld verfügen, muss aber höhere Zinsschwankungen in Kauf nehmen, während man beim Festgeld auf sein Geld für einen vorher festgelegten Zeitraum verzichten muss und dafür einen garantierten Zinssatz bekommt.
Auch die Zinsen, die bei Privat-Versicherungen integriert sind, sollten Sie nicht unterschätzen (beispielsweise Anleihezinsen bei privaten Rentenversicherungen). Informieren Sie sich gut mit Hilfe eines Zinsrechner 's!
Wer großen Wert auf Renditen legt kann sich über die Riester-Rente erkundigen, die eine interessante Alternative zur Geldanlage auf einem Tages- oder Festgeldkonto darstellt.